
Frauen in der ICT-Branche: Chancen und Herausforderungen in Basel und der Schweiz

Die Informations- und Kommunikationstechnologie(ICT) gehört zu den dynamischsten Wachstumsbranchen der Schweiz. Innovation, Digitalisierung und neue Technologien verändern unsere Arbeitswelt rasant. Doch während die Branche boomt, fällt eines besonders auf: Frauen sind in der ICT nach wie vor deutlich unterrepräsentiert.

Frauenanteil in der ICT: Wo stehen wir heute?
Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) lag der Anteil von Frauen in der ICT-Branche in den letzten Jahren bei gerade einmal etwas über 20 %. Im Jahr 2022 arbeiteten von insgesamt rund 140.000 Beschäftigten in der ICT-Branche lediglich 33.000 Frauen. Das heißt, Vier von fünf ICT-Fachkräften sind männlich – das ist eine deutliche Schieflage, die wir gemeinsam überwinden müssen.

Warum die Förderung von Frauen so wichtig ist
Die Digitalisierung wird unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten grundlegend verändern. Die ICT-Branche gestaltet diese Zukunft aktiv mit und bietet dabei zahlreiche spannende, kreative und gut bezahlte Berufsmöglichkeiten. Deshalb ist es entscheidend, dass alle Geschlechter gleichberechtigt an dieser Entwicklung teilhaben und sie mitgestalten.
Ein diverses, inklusives Arbeitsumfeld ist dabei kein „Nice-to-have“ – es ist ein Innovationstreiber. Unterschiedliche Perspektiven fördern kreative Lösungen, stärken Teams und führen zu besseren Ergebnissen.
Zahlreiche Initiativen wie Girls Who Code, Women in Tech oder die Ada Lovelace Festivals setzen sich dafür ein, Mädchen und Frauen für Technologie zu begeistern. Erfolgreiche Frauen wie Sheryl Sandberg (Meta), Susan Wojcicki (ehemalige CEO von YouTube) oder Reshma Saujani (Gründerin von Girls Who Code) zeigen, dass die Tech-Welt längst kein reines Männerfeld mehr ist.
Auch in der Schweiz prägen Persönlichkeiten wie Anna Fontcuberta i Morral (Präsidentin der EPFL), Bea Knecht (Gründerin von Zattoo) oder Vanessa Gentile (Salesforce, Gründerin von Bring Women Back to Work) die Tech- und Innovationsszene und dienen als starke Vorbilder.
Was sich ändern muss
Damit Basel und die Schweiz die digitaleTransformation erfolgreich gestalten können, braucht es eine gezielte Offensivefür mehr Frauen in der ICT. Dazu gehören:
- Frühe Förderung: Mädchen schon in der Primar- und Sekundarstufe für Technik begeistern.
- Vorbilder und Mentoring: Sichtbare Frauen in der Tech-Branche, die inspirieren und begleiten.
- Unternehmenskultur: Flexible Arbeitszeiten, Chancengleichheit und Diversity-Programme müssen Standard werden.
- Netzwerke: Plattformen, die Frauen vernetzen und ihre Erfolge sichtbar machen.
Ein gemeinsamer Weg in die Zukunft
Die digitale Welt gehört uns allen – oder sollte es zumindest tun. Die Chancen, die die ICT-Branche bietet, sind zu groß, um sie nur einem Teil der Gesellschaft zu überlassen. Basel, mit seiner einzigartigen Mischung aus Forschung, Technologie und Innovation, kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen.
BaselTech will genau diesen Wandel vorantreiben. Mit Programmen, Netzwerken und Veranstaltungen setzen wir uns dafür ein, dass Frauen in der ICT nicht nur vertreten sind, sondern zu einer treibenden Kraft der Branche werden. Denn nur wenn alle Perspektiven einbezogen werden, entsteht eine zukunftsfähige, faire und innovative digitale Gesellschaft.
Möchten Sie Teil dieses Wandels sein? Dann vernetzen Sie sich mit uns bei BaselTech – und gestalten Sie die digitale Zukunft aktiv mit.
Links:
- Girls Who Code | Home
- Women in Tech Switzerland - Women in Tech® Global
- Women in Tech Global | Women in Tech Network
Quellen:
- Bundesamt fürStatistik (BFS). (2025). Erwerbstätige nach Wirtschaftsabschnitten, Geschlecht und Jahr. Datenbank STAT-TAB. Abgerufen am 22.07.2025
- Statistisches Amt des Kantons Basel-Stadt. (2024). Auswertungen zur STATENT (Bundesamt für Statistik) Abgerufen am 22.07.2025



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