
Insights aus der Community 2: Robert Hennig von maus robotics

v. l. n. r.: Ewen Gay-Semenkoff, Robert Hennig, Luca Beck
In Basel entstehen jeden Tag spannende Ideen – und dahinter stehen Menschen mit Neugier, Mut und einer grossen Leidenschaft für Technologie. Genau diese Tech Minds möchten wir bei BaselTech sichtbar machen.
In unserem monatlichen Community-Interview rücken wir die Menschen hinter Projekten, Startups und Unternehmen ins Zentrum. Wir sprechen mit Gründerinnen und Gründern, Entwicklerinnen und Entwicklern sowie anderen Macherinnen und Machern über ihre Motivation, ihre Erfahrungen und die Ideen, die sie antreiben. Dabei geht es nicht um Werbung, sondern um persönliche Geschichten, Learnings und Perspektiven.
Die Interviewreihe gibt ehrliche Einblicke in die Basler Tech-Szene, macht spannende Menschen und ihre Ideen sichtbar und schafft neue Verbindungen innerhalb der Community.
Robert Hennig: Warum Neugier oft der Anfang von Innovation ist
Manche Menschen wollen schon früh verstehen, wie Dinge funktionieren. Bei Robert Hennig ging diese Neugier noch einen Schritt weiter: Er wollte herausfinden, wie Technologie Menschen ganz konkret unterstützen kann.
Aufgewachsen in der Region Basel (Weil am Rhein) führte ihn seine Begeisterung für Technik zunächst an die ETH Zürich, wo er Elektrotechnik studierte. Anschliessend absolvierte er einen PhD im Bereich Robotik an der EPFL. Während dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit unterschiedlichsten Technologien – von Elektronik und Materialwissenschaften bis hin zu komplexen Robotiksystemen.
Mit der Zeit rückte jedoch eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie lassen sich Roboter nicht nur technisch weiterentwickeln, sondern so einsetzen, dass sie Menschen im Alltag wirklich helfen?
„Wie cool wäre es, wenn man Roboter baut, die direkt den Menschen helfen – und nicht irgendwo in einer Fabrik stehen.“
Dieser Gedanke liess ihn nicht mehr los. Er bestärkte ihn darin, Robotik nicht nur im Forschungslabor weiterzuentwickeln, sondern dort einzusetzen, wo sie Menschen im Alltag konkret unterstützen kann.
Gemeinsam mit seinem Bruder Marten entwickelte Robert diese Idee weiter. Während Marten in den USA studierte, wurden wöchentliche Schachpartien zum festen Ritual der beiden – und boten Raum für regelmässigen Austausch.
„Wir haben immer ein wöchentliches Schach-Meeting gemacht. Eigentlich ging es primär darum, einfach zu quatschen und zu schauen, wie es geht“, erzählt Robert.
Aus diesen Gesprächen entstand der Entschluss, Maus Robotics gemeinsam aufzubauen.
Wer Robert kennenlernt, merkt schnell: Neugier treibt ihn bis heute an. Sie brachte ihn nicht nur dazu, neue Technologien zu erforschen, sondern irgendwann sogar an einem Weihnachtsmorgen mit einem Haarföhn in die Küche – auf der Suche nach einer neuen technischen Lösung.
Heute arbeitet Robert gemeinsam mit seinem Bruder und einem engagierten Team bei maus robotics an Robotiklösungen für den praktischen Einsatz – darunter auch ein Crêpe-Roboter. Besonders schätzt er dabei die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Denn die besten Lösungen entstehen für ihn selten allein, sondern fast immer im Austausch mit anderen.
Wer ist Robert Hennig?
Robert Hennig ist Robotik-Ingenieur, Forscher und Gründer. Nach seinem Studium der Elektrotechnik an der ETH Zürich absolvierte er einen PhD im Bereich Robotik an der EPFL. Besonders geprägt haben ihn interdisziplinäre Umfelder, in denen Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammenarbeiten. Genau dort lernte er, dass grosse Innovationen selten das Ergebnis einer einzelnen Idee sind, sondern meist aus vielen Perspektiven entstehen.
Was möchte Robert mit der Community teilen?
Er möchte zeigen, dass Innovation nicht bedeutet, immer sofort die perfekte Lösung zu haben. Viel wichtiger sei es, offen zu bleiben, Fragen zu stellen und bereit zu sein, Neues auszuprobieren. Viele der wertvollsten Erkenntnisse entstehen seiner Erfahrung nach nicht aus den Dingen, die sofort funktionieren, sondern aus den Umwegen dazwischen.
Was erwartet Robert von BaselTech?
Von BaselTech wünscht sich Robert Begegnungen mit Menschen, die ihre Erfahrungen teilen und voneinander lernen möchten.
Für Robert ist Basel dabei mehr als nur seine Heimatregion. Er schätzt Basel als offenen und internationalen Standort, der Innovation mit einer starken Kultur- und Kunstszene verbindet. Die kurzen Wege, die Offenheit und der Austausch mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Fachrichtungen machen Basel zu einem inspirierenden Standort. Oft entstehen die besten Ideen in einfachen Gesprächen.
Wie trägt Robert zur BaselTech Community bei?
Robert bringt seine Erfahrungen aus Forschung, Robotik und Unternehmensaufbau in die Community ein. Gerne spricht er über technische Herausforderungen, Produktentwicklung und die Frage, wie aus einer Idee eine konkrete Lösung werden kann. Gleichzeitig ist ihm wichtig, offen über Fehler, Unsicherheiten und Lernprozesse zu sprechen. Denn genau diese Einblicke helfen oft anderen Menschen weiter.
Welche Herausforderungen haben Robert besonders geprägt?
Eine der prägendsten Erfahrungen war für Robert der Schritt von der Forschung in die Praxis. Während in der Forschung häufig technische Fragestellungen im Mittelpunkt stehen, geht es ausserhalb des Labors vor allem um Menschen und ihre Bedürfnisse. Diese Perspektive hat seinen Blick auf die Entwicklung neuer Lösungen verändert.
Was begeistert dich an deinem Beruf / an deiner Branche?
Robert begeistert die unglaubliche Vielfalt seines Arbeitsfeldes. Robotik verbindet unterschiedlichste Disziplinen – von Software und Elektronik über Mechanik bis hin zu Materialwissenschaften. Noch spannender findet er jedoch die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Viele der spannendsten Lösungen entstehen im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die völlig unterschiedliche Hintergründe mitbringen.
Ein Fun Fact über Robert?
„An Weihnachten stand ich plötzlich mit einem Haarföhn in der Küche und habe versucht, Teig zu verteilen“, erzählt Robert schmunzelnd.
Hinter dem ungewöhnlichen Experiment steckte eine konkrete Idee: Den Crêpe-Teig nicht mehr mit einem Spatel, sondern mithilfe von Luft zu verteilen. Der improvisierte Versuch mit dem Haarföhn funktionierte überraschend gut. Anschliessend entwickelte Robert das Konzept mit Ventilatoren weiter und integrierte es erfolgreich in den Roboter – daraus entstand später sogar ein Patent. Ein schönes Beispiel dafür, dass Innovation manchmal genau dort beginnt, wo man sie am wenigsten erwartet.
Welches Learning möchte Robert teilen?
Auf die Frage nach seinem wichtigsten Learning muss Robert nicht lange überlegen.
„Einfach etwas machen. Schauen, wie es ist – und dann noch einmal besser machen.“
Für Robert ist das der Schlüssel: Ideen früh ausprobieren, Feedback einholen und kontinuierlich verbessern. Genau diese Haltung möchte er auch der Community mitgeben.
Welchen Gedanken möchte Robert der Community mitgeben?
Für Robert beginnt Innovation nicht mit der perfekten Idee, sondern mit dem Mut, einfach anzufangen. Wer bereit ist, Dinge auszuprobieren, aus Feedback zu lernen und sie kontinuierlich weiterzuentwickeln, schafft die Grundlage für bessere Lösungen.
„Eigentlich sind wir nur so gut, wie lange wir iterieren können.“
Zum Schluss
Wenn ihr mehr über Robert Hening und maus robotics erfahren möchtet, schaut gerne auf der Website von maus robotics vorbei.
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Und wenn auch du deine Geschichte, Erfahrungen oder Learnings mit der BaselTech Community teilen möchtest, freuen wir uns, von dir zu hören. Vielleicht bist du schon bald Teil unserer nächsten Ausgabe von «Insights aus der Community».


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